Dr. Ulrich Schmitt beantwortet Ihre Fragen in seinem Endo-Blog.

Welche Prognose hat ein wurzelbehandelter Zahn? Können bereits wurzelbehandelte Zähne gerettet werden? Können bereits wurzelbehandelte Zähne noch Beschwerden verursachen? Ist eine Wurzelbehandlung schmerzhaft? Was bringt ein Mikroskop? Was kostet eine Wurzelkanalbehandlung? 🤔🤔🤔 Es gibt viele Fragen zu meinem Fachgebiet und ich beantworte sie alle gerne!
Vielleicht gibt es ja bereits eine Antwort auf Ihre Frage auf unserem Blog.
Ihr Dr. Ulrich Schmitt

"Wurzelspitzenresektion oft unnötig."  Zum Interview mit Dr. Ulrich Schmitt
Kommentare: 91
  • #91

    Rina H. (Dienstag, 11 Mai 2021 10:25)

    Sehr geehrter Herr Dr. schmitt,

    vielen Dank für die rasche Rückmeldung. Es wurde keine WSR durchgeführt, sondern eine Revision der beiden Wurzelbehandelten Zähne. Die beiden Zähne wurden vor Jahren bei meinem Hauszahnarzt Wurzelbehandelt. Die Revision habe ich jetzt bei einem Spezialisten machen lassen. Und wie gesagt, so wirklich Ruhe geben die Zähne mir nach 6 Wochen immer noch nicht. Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob das ganze noch Zeit braucht oder die Revision Erfolglos war.

    Vielen Dank für ihr Feedback und schöne Grüße
    Rina H.

  • #90

    Lisa (Dienstag, 11 Mai 2021 08:00)

    Kann man zahn ziehen wenn man erkältet ist

  • #89

    Dr. Ulrich Schmitt (Montag, 10 Mai 2021 22:11)

    #87
    Sehr geehrte Frau H.
    nach 6 Wochen ist der Knochen noch nicht ausgeheilt. Es kann also schon sein, dass man den Bereich noch spürt. Schmerzen sollte man in der Regel nicht mehr haben.
    Ist bei Ihnen denn eine retrograde WSR durchgeführt worden? Dabei wird nicht nur einfach die Wurzelspitze abgeschnitten, sondern die Schnittfläche der Wurzel nach dem Abtrennen idealerweise unter Sicht durch ein Mikroskop und mit Mikroinstrumenten kontrolliert, der Kanal gereinigt und gefüllt (von hinten).
    So oder so sollten sie noch etwas Geduld haben, im Zweifel aber natürlich noch einmal draufschauen lassen.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #88

    Dr. Ulrich Schmitt (Montag, 10 Mai 2021 22:01)

    #86
    Sehr geehrte Frau Herrmann,
    ich bin nicht gundsätzlich gegen eine WSR. Meistens kann man den Fall aber ohne WSR lösen. Sie dürfen gerne eine Email an die Praxis schreiben.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #87

    Rina H. (Montag, 10 Mai 2021 16:45)

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmitt,

    Ich habe vor ca. 6 Wochen an meinen 2 vor Jahren Wurzelbehandelten Zähnen eine Revision durchführen lassen. Heute nach 6 Wochen spüre ich die beiden Zähne immer noch (es hatte sich eine Entzündung am Knochen gebildet, deshalb auch die Revision). Ist es normal, dass ich nach 6 Wochen immer noch etwas spüre? Manchmal ist es tatsächlich auch eine Art Schmerz. Wie lange dauert es nach einer Revision bis die Zähne Ruhe geben? Ich mache mir Sorgen, ob die Revision die richtige Entscheidung war.

    Ich würde mich über eine Rückmeldung freuen.

    Vielen Dank und schöne Grüße
    Rina H.

  • #86

    Cornelia Herrmann (Montag, 10 Mai 2021 15:25)

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmitt,
    ich habe ihr Interview zur WSR gelesen, weil an meinem Backenzahn (wegen 2 bereits wurzelbehandelter Zähne) eine WRS durchgeführt werden soll. Ich kann mich mit diesem Gedanken aber nicht anfreunden! Anders: Ich werde keine WSR durchführen lassen.
    Ihr Interview, in dem sie ja eigentlich von einer WSR grundsätzlich abraten, hat mich angesprochen.
    Ich möchte lieber - wie sie es empfehlen eine erneute Wurzelbehandlung durchführen oder aber die beiden Zähne ziehen lassen...
    Der Chirug meinte, dass es sein kann, dass die Zähne trotz WSR raus müssen...- das fand ich auch komisch! Zahnfleisch aufschneiden, Knochen durchbohren und dann doch die Zähne ziehen...:/

    Meine Frage: Können Sie einen Spezialisten der Endodotonie mit Mikroskop im Raum Frankfurt am Main empfehlen?
    Und: Gibt es eine Chance?


    Danke für eine Antowort im Voraus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Cornelia Herrmann

  • #85

    Dr. Ulrich Schmitt (Dienstag, 04 Mai 2021 22:10)

    #81 und 82
    Hallo Frau Rieger,
    ein Knick in der Wurzel ist kein Hinderungsgrund für eine Revisionsbehandlung. Gerade wenn aufgrund der Nähe zum Nervkanal die Gefahr bestehen sollte, dass dieser beschädigt wird, ist die Revisionsbehandlung vorzuziehen. Auch ein Knubbel, eine dunkle Zone sprechen nicht gegen eine Revisionsbehandlung.
    Bei einer Zahnentfernung ist die Gefahr der Nervschädigung meist geringer als bei einer WSR. Wenn durch ein normales Röntgenbild nicht klar ist ob überhaupt eine erhöhte Gefahr besteht für die ein oder andere Therapie, dann hilft ein DVT (digitales Volumentomogramm). Dieses stellt die Wurzelspitze und den Nervkanal und damit auch deren Lagebeziehung zueinander dreidimensional dar.
    Viel Erfolg
    Ulrich Schmitt

  • #84

    Dr. Ulrich Schmitt (Dienstag, 04 Mai 2021 21:58)

    #79
    Liebe Frau Kühnle,
    Wenn die Kronen unangetastet bleiben sollen, dann bleibt nur eine WSR.
    Meistens empfehle ich aber die Revisionsbehandlung durch die Krone, damit die Wurzelspitze intakt bleiben kann. Sie sparen sich dadurch eine Operation und die Erfolgsprognose ist über eine gute Revisionsbehandlung auch besser als bei einer normalen Wurzelspitzenresektion.
    Viel Glück
    Ulrich Schmitt

  • #83

    Dr. Ulrich Schmitt (Dienstag, 04 Mai 2021 21:51)

    #77
    Hallo Frau Esser,
    leider scheint das zu komplex zu sein, um in diesem Blog ohne Röntgenbilder und Untersuchung etwas dazu zu sagen. Wenn Sie unsicher sind, dann holen sie sich bitte noch einmal eine zweite Meinung bei einem Zahnarzt, einer Zahnärztin ein (der / die zum Beispiel auf Endodontie spezialisiert ist). Ich möchte Ihnen aber empfehlen sich nicht einfach so zwei Zähne ziehen zu lassen.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #82

    Rieger Nicole (Samstag, 01 Mai 2021 00:56)

    Guten Abend nochmal Herr Dr. Schmitz,

    Ich muss noch dazu sagen das ich an 35 eine dunkle stelle auf dem OPG habe. Und die Wurzeln machen einen ganz schönen Knick. Von daher kommt man von der Zahnkrone nicht weit genug in die Kanäle. Daher die WSR. Wenn ich unten neben dem Zahn fühle fühle ich sowas wie kaputten Knochen? Gesplittet? Wenn ich mit dem Finger drauf drücke tut es da auch weh. Sonst habe ich keine Schmerzen.

  • #81

    Rieger Nicole (Samstag, 01 Mai 2021 00:32)

    Guten Tag Herr Dr Schmidt,

    bei mir soll in 3 Tagen eine WSR an 35 durchgeführt werden. Der Chirurg sagte mir das die Möglichkeit bestünde das ich danach Taubheitsorobleme haben kann, da es nah am Nerv liegt. Ich fühle neben der Höhe der Wurzelspitze eine Art Knubbel vlt Knochen der kaputt ist? Wenn ich den Zahn besser ziehen lasse, dann muss doch auch das entzündete Gewebe entfernt werden? Meine Frage ist wenn ich ziehen lasse und das Gewebe gesäubert wird besteht dann auch die Gefahr der Taubheit und wie sehen Sie die Chancen das ich Taubheitsorobleme bei der WSR bekomme?
    Vielen Dank für Ihre Mühe

  • #80

    Selen (Freitag, 30 April 2021 09:39)

    Guten Tag Dr. Schmitt

    Ich habe seid fast 3 Jahren schmerzen im Unterkiefer gehabt ohne richtig sagen zu können welche Zahn Schmerz. Röntgenbilder waren alle unauffällig keine Entzündung zu sehen auf dem 2D Bild. Dann konnte ich den schmerz lokalisieren und mein Zahnarzt hat eine Wurzelbehandlung durchgeführt an dem Zahn. Ihm ist aufgefallen dass der Zahn überhaupt nicht mehr vital war und am absterben ist. Ich hatte in dieser Phase wirklich einen Dauer Schmerz. Kein Schmerzmittel hilft mehr richtig. Durch die Wurzelbehandlung wurde alles aber irgendwie noch schlimmer. Der Zahn hat jetzt 6 mal eine medikamentöse Einlage bekommen. Ich war jetzt beim Spezialisten für Wurzelbehandlungen, der sich den Zahn unter dem Mikroskop angeschaut hat und alles nochmal sauber gemacht hat. Zwischenzeitlich habe ich zwei mal Antibiotikum bekommen, obwohl auf dem Röntgenbild nichts zu sehen war. Der Zahnarzt ging davon aus, dass die Entzündung hinter der Zahnwurzel liege und durch ein 2D Bild nicht zu sehen ist. Antibiotika hat auf jedenfall geholfen. Zwei Tage nach dem Eingriff geht es mir wieder schlecht, ich kann den Zahn nicht berühren weil er Schmerz, Wärme tut mir nicht gut, Kälte dagegen macht alles besser... ich kann nicht mehr essen oder den Mund öffnen weil ich das Gefühl habe durch reden oder kiefer bewegen wird alles schlimmer... morgens sind die Schmerzen besser, mittags abends schlimmer... nachts kann ich dennoch einigermaßen schlafen. der Zahnarzt möchte den Zahn aber nicht rausziehen weil er mehrmals nochmal versuchen möchte durch Einlage von Medikamenten den Zahn ruhig zu stellen. Ich möchte den Zahn nur noch loswerden ind weis nicht was ich machen soll, weil diese Schmerzen knapp 3 Jahre andauern... aber seid der ersten Behandlung im Januar nicht mehr auszuhalten sind. Können Sie mir weiterhelfen? Was würden sie tun? Vielen Dank im Voraus für ihre Rückmeldung. LG selen

  • #79

    Kühnle, Maren (Donnerstag, 29 April 2021 11:00)

    Bei mir ist eine wurzelspitzenresektion geplant an zahn Nr. 13 und 14. Die Zähne wurden vor ca 8 Jahren wurzelbehandelt, das kpl. Oberkiefer ist überkront. Die beiden wurzelspitzen haben sich entzündet, was auf dem Röntgenbild auch sichtbar ist. Ist diese op sinnvoll oder gibt es Alternativen?

  • #78

    Tatjana (Montag, 26 April 2021 19:54)

    Hallo Herr Dr. Schmitt, bei mir steht am Mittwoch eine WSR an und hab totale Angst. Ist die Behandlung schmerzhaft? Wie lange dauert der Eingriff?

    Liebe Grüße
    Tatjana

  • #77

    Ursula Esser (Dienstag, 20 April 2021 21:32)

    Guten Abend Herr Dr. Schmitt,
    Vor einigen Wochen ist bei mir bei der halbjährlichen Kontrolle eine massive Kieferentzündung sowie 5 tote Zähne festgestellt worden. Ich hatte nie Schmerzen, kein entzündetes Zahnfleisch und die Zähne hatten weder Karies noch Füllungen. Einzig einen ganz dezenten Druck habe ich manchmal gespürt.. Jetzt sind alle 5 Zähne wurzelbehandelt, aber dennoch habe ich seit 10 Tagen an 2 Zaehnen heftige Schmerzen und auch der Unterkiefer schmerzt. Der Zahnarzt meint, dass braucht seine Zeit,ich müsse Geduld haben. Ich habe darum gebeten diese 2 Zähne zu ziehen da ich das Gefühl habe, dass alles immer schlimmer wird. Er möchte davon nichts wissen und will diese Zähne unbedingt erhalten. Ich bin sehr unsicher ob das alles so richtig ist und grosse Angst, dass die Entzündung weiter um sich greift.

  • #76

    Stefanie M. (Montag, 19 April 2021 10:34)

    Hallo Herr Schmitt

    Vielen Dank, dass sie die Möglichkeit anbieten, Ihnen über diesen Blog Fragen zu stellen.

    Bei mir (alle Zähne 17-27, 37-47 vorhanden) wurden kürzlich 2 Revisionen durchgeführt: Zahn 36+27. Zahn 36 wurde im Januar abgefüllt. Bei Zahn 27 (Teilkrone) war die Füllung 10 Jahre alt, unvollständig und stark bakteriell belastet. Bemerkt hatte ich dies v.a. durch eine mehrmals auftretende Kieferhöhlenentzündung letzten Jahres. Visuell hat man die Entzündung nur im DVT gesehen, aufgrund von Überlagerungen der Kieferhöhlen. Revision war am 22.1. mit Medikamentenfüllung; am 16.3. erfolgte die endgültige Füllung. Der Zahn war direkt im Januar /Februar schmerzfrei.
    Nun leide ich an Bruxismus und habe Erstkontakte im Kiefer links. 36 und 27 wurden mehrmals geschliffen (27 im April sehr stark mit einer Kante zu 26). Im Februar hatte ich einen Zwischenfall mit starkem Pressen (die neue OK-Beißschiene passte nicht) verbunden mit einer temporären Hyperämie in 24-26. (Schmerzen ließen im März nach)
    Dumpfe Schmerzen im Bereich des Gaumens über 27 und am Bereich des (fehlenden) Weißheitszahn-Kieferknochens sowie Schmerzen im Kieferbereich 24-26 traten Anfang April auf, weshalb ich mir vom zahnärztlichen Notdienst Antibiotikum verschrieben lies. Amocyciclin, welches ich nun schon zum 4. Mal innerhalb von 9 Monaten nahm. Die Schmerzen gingen langsam weg, aber ich habe wiederholt dumpfe Schmerzen; mal nur um den Zahn 27 mal in der gesamten Oberkiefer- aber auch mal um Zahn 36 herum…Ich schlafe sehr schlecht, bin übermüdet und habe das Gefühl tw. auch erhöhte Temperatur zu haben. (Kein Corona!)

    Ich werde mir eine adjustierte CMD-Schiene anfertigen lassen und mich ggfs. auch in professionelle Behandlung zum Einschleifen dieser geben.
    Des Weiteren sind wir gerade in der Kinderplanung / Kinderwunschbehandlung, welche ich aufgrund meines Alters (39) nicht mehr aufschieben kann.

    Kieferchirurg und Endotontologe meinten, dass man auf dem DVT Bild ggfs noch keine Veränderungen im Kieferknochen sehen kann, daher würde ich mich unnötig der Strahlenbelastung aussetzen. Ein DVT kann ich aber während einer Schwangerschaft nicht machen lassen. Daher kann ich nur anhand der Schmerzen erkennen, ob Zahn27 noch behandlungswürdig ist und muss so gesehen abwarten. Dann werde ich aber vor folgenden Entscheidungen stehen:

    a) Eine WSR ist aufgrund der Nähe zum Kieferknochen meiner Meinung nach sehr schwierig, eine Kieferhöhlenöffnung sehr wahrscheinlich. Zudem müsste man von 2 Seiten insgesamt 4 Wurzelspitzen entfernen. Eine WSR kann ich aber während der Schwangerschaft auch nicht durchführen lassen und müsste wenn dann vorher geschehen und ggfs weitere Schwierigkeiten mit sich bringen (Wunde, Entzündung, Kieferhöhlen,...)
    b) Zahnextraktion ist auch kompliziert, da die Fehlbelastung Zahn26 (welcher tatsächlich schon überlastet ist) sich erhöht. Für ein Implantat müsste ich mindestens 3 Monate warten wegen der Entzündung. D.h. eine Zahnextraktion könnte ggfs in der Schwangerschaft vorgenommen werden, wird aber sicher weitere Probleme für die Nachbarzähne (Verschiebung, Wackeln,…) verursachen als lösen da ich nicht weiter handeln kann.
    C) die adjustierte Schiene kann erst frühestens Ende Mai angefertigt werden. Ich habe schon einen Termin zur Anfertigung einer Krone am 15.5., doch der CMD Arzt meinte, dass ich die (Zahn-)Kronen nach der Behandlung (9Monate+x) ggfs eh erneuert /eingeschliffen werden müssen… Doch eine neue (adjustierte) Krone für Zahn 27 könnte die Situation ggfs stabilisieren? Soll ich dann lieber eine Voll oder Teilkrone anfertigen lassen, da sie nach all der Behandlung noch mal erneuert werden muss? Sollte auch Zahn 36 durch eine Krone geschützt werden?


    Ich bin ziemlich verzweifelt, da ich während der Schwangerschaft (welche aufgrund des Alters sowieso schon ein Risiko birgt…) keine Zahnprobleme haben möchte :(
    Über eine Einschätzung Ihrerseits würde ich mich freuen!

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung
    Herzliche Grüße aus Jülich
    Stefanie M.

  • #75

    Dr. Ulrich Schmitt (Sonntag, 18 April 2021 21:02)

    #73
    Sehr geehrter Herr Grella,
    das ist in der Regel kein Problem, wenn der Zahn gut vorbereitet worden ist, z.B. über einen dichten präendodontischen Aufbau (in der Regel ist das eine Füllung aus Kunststoff, das provisorische Füllmaterial ist dann nur noch in der Kaufläche).
    Wenn Termine möglich sind, dann versuchen wir den Termin dennoch schneller zu vergeben, um mögliche Risiken wir erhöhte Frakturgefahr und andere zu reduzieren. Bitte kauen sie während dieser Zeit nicht auf dem Zahn.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #74

    Dr. Ulrich Schmitt (Sonntag, 18 April 2021 20:51)

    #72
    Liebe Frau Trockel,
    gerade, wenn Sie Prolia einnehmen ist der Zahnerhalt wichtig. Bei Zahnextraktionen gibt es unter dieser Medikation ein erhöhtes Risiko zu Wundheilungsstörungen und Kiefernekrosen. Insofern wäre doch der Zahnerhalt über eine Wurzelkanalbehandlung sehr wünschenswert.
    Umso wichtiger, dass alles medizinisch mögliche genutzt wird, um die Erfolgsprognose für die Wurzelkanalbehandlung möglichst hoch zu halten. Lassen Sie sich bitte von einem Endodontologen beraten, der mit Mikroskop arbeitet und langjährige Erfahrung in der mikroskopischen Endodontie hat. Dann können auch anatomisch variantenreiche Wurzelkanalsysteme zuverlässig gereinigt und gefüllt werden. Bitte beziehen Sie auch den Arzt mit ein, der ihnen Prolia verschreibt. Sinnvoll ist auch, wenn sich der Endodontologe mit diesem Arzt austauscht (z.B. über Dosierung, Dauer der Medikation, evtl. doch notwendig werdene Entfernung des Zahns und das Zeitfenster dafür...).
    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #73

    Klaus Grella (Samstag, 17 April 2021 18:09)

    Sehr geehrter Herr Doktor,
    bei mir wurde in einem Backenzahn der Nerv entfernt, ein antibakterielles Medikament gebracht und eine vorläufige Füllung darauf gesetzt. Den Termin für die eigentliche Wurzelbehandlung bezw. Wurzelfüllung wird erst 10 Wochen später durchgeführt!? Mir kommt das etwas zu lange vor oder was meinen Sie?

  • #72

    Sabine Trockel (Donnerstag, 15 April 2021 17:07)

    Lieber Herr Dr. Schmitt,
    Ich hatte starke Schmerzen am 37. Die Klinik bohrte die Wurzelkanäle auf und tat ein Medikament hinein. Das wurde noch dreimal wiederholt und jetzt bin ich schmerzfrei. Leider will jetzt aber kein Zahnarzt eine Wurzelfüllung vornehmen, weil es wohl zu kompliziert ist und ich Prolia-Patientin bin. Der Zahn hat eine Teilkrone und eine ziemlich tiefe Füllung. Ich nehme an, dass bei der Füllung der Nerv getroffen wurde.
    Der Zahn soll nun entfernt werden. Was sagen Sie, sollte man den Zahn retten?
    Freundliche Grüße
    Sabine T.

  • #71

    Dr. Ulrich Schmitt (Sonntag, 11 April 2021 21:30)

    Sehr geehrte Frau H.
    nach einer Revisionsbehandlung brauchen Sie tatsächlich etwas Geduld. Sie sagen ja, daß die Beschwerden schon deutlich zurückgegangen sind. Es sollten aber nur noch unterschwellige "Beschwerden" sein. Mehr so "da ist etwas und ab und zu spüre ich den Zahn..."
    Wenn der Knochen um die Wurzelspitze herum Veränderungen zeigte, dann dauert es mehrere Monate zur Regeneration. Also kann ich Sie nur ermutigen positiv zu denken und abzuwarten. Mehr ist im Moment nicht zu tun. Ca. 6 Monate nach der Revisionsbehandlung macht man dann ein Röntgenkontrollbild. Wenn Sie Zweifel haben, ob das was Sie noch spüren normal ist, dann sprechen Sie noch einmal mit dem Zahnarzt.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #70

    Erna H. (Samstag, 10 April 2021 13:54)

    Sehr geehrte Herr Dr. Schmitt,
    Ich habe an zwei Backenzähnen eine Wurzelkanalrevision durchführen lassen, da sich an den wurzelspitzen eine erneute Entzündung gebildet hatte und ich auch wieder starke Schmerzen bekam. Die erste Wurzelbehandlung ist ca. 8 Jahre her. Nun sind meine Beschwerden deutlich zurück gegangen, aber so richtig schmerzfrei bin ich immer noch nicht. Die Revision ist jetzt seit einem Monat abgeschlossen und der Arzt (Spezialist für Endo) sagt, dass die Entzündung laut Röntgenbild auch schon deutlich zurück gegangen ist, aber das es wohl noch dauern kann bis der Knochen ganz ausgeheilt ist. Meine Sorge ist nur, dass das ganze keinen Erfolg gebracht hat und ich habe die Behandlungen natürlich auch selbst zahlen müssen. Wie sind da ihre Erfahrungswerte? Brauche ich tatsächlich einfach nur noch etwas Geduld? Oder hätte ich bis jetzt schon komplett Beschwerdefrei sein müssen.

    Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.

    Vielen Dank und schöne Grüße
    Erna H.

  • #69

    Dr. Ulrich Schmitt (Donnerstag, 08 April 2021 22:44)

    Hallo Lisa,
    natürlich kann ich Ihnen nur empfehlen den Zahn erhalten zu lassen. Sie sind erst 19 Jahre alt. Leider kann ich Ihnen da nur sagen, dass man Patienten in diesem Alter (und mit 17 sowieso) keine Implantate setzen sollte, da das Kieferwachstum noch gar nicht abgeschlossen ist. Bitte lassen Sie sich unbedingt von einem guten Zahnarzt beraten. Es hilft natürlich, wenn dies ein Zahnarzt ist, der sich auf Endodontie spezialisiert hat und mit Mikroskop arbeitet. Er kann entscheiden, ob eine weitere WSR möglich ist (welche Art von WSR können Sie hier im Blog nachlesen) oder sogar "nur" eine Revisionsbehandlung. Dies ist auch an schon resezierten Zähnen möglich. Es erfordert aber Erfahrung und spezielle Kenntnisse und Methoden des Zahnarztes.
    Wenn kein Erhalt mehr möglich sein sollte, dann bitte kein Implantat im Moment sondern eine Klebebrücke oder vielleicht die Krone auf dem nun schon bestehenden Implantat entfernen und eine neue Krone mit Anhänger für den Zahn 11 herstellen lassen. Das kann ich von hier aber nicht beurteilen. Oberstes Ziel für mich ist erst einmal Zahnerhalt.
    Viel Glück dabei
    Ulrich Schmitt

  • #68

    Lisa (Donnerstag, 08 April 2021 14:37)

    Hallo,
    vor knapp 2 Jahren wurde bei mir am Zahn 11 eine Wurzelbehandlung durchgeführt, weil der Zahnnerv abgestorben war. Im Dezember letzen Jahres traten dann Beschwerden auf (Druckgefühl, starker Schmerz bei Belastung, Pochen). Im Röntgenbild war eine kleine Zyste an der Wurzelspitze zu erkennen, daraufhin wurde eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt und ich war wieder beschwerdefrei. Jetzt versprüre ich seit ein paar Wochen wieder diesen ständigen Druck, das Pochen und die Schmerzen.
    Nach der WSR teilte mein Zahnarzt mir mit, dass dies das letzte war, was für den Zahn noch getan werden könnte. Wenn wieder Beschwerden auftreten, würde er eine Exktraktion in Betracht ziehen, da er eine 2. WSR nicht für sinnvoll hält.

    Vor ziemlich genau 2 Jahren wurde mir der Nachbarzahn (21) mit genau der gleichen Vorgeschichte entfernt. Nur wurden bei diesem Zahn 2 WSR´s innerhalb 3 Monaten durchgeführt. Beide waren ohne Erfolg und es wurde zu einer Extraktion geraten. Als der Zahn draußen war hatte ich keine Schmerzen mehr, eine echte Wohltat. Die Lücke wurde mit einem Implantat versorgt, ich bin echt glücklich damit und habe es eigentlich auch nie bereut, dass ich mich für die Extraktion entschieden habe.

    Mein Zahnarzt geht davon aus, dass ein Sturz vor 7 Jahren, bei dem ich mir die Schneidekanten etwas abgeschlagen habe (wurde dann mit Füllungen wieder gerichtet) die Ursache für das Absterben der Zahnnerven sein könnte.

    Unter diesen Umständen habe ich jetzt natürlich Angst, dass eine eventuelle Entzündung auf das benachbarte Implantat übergehen könnte. Würden Sie mit dieser Vorgeschichte eine Extraktion eher in Betracht ziehen, als versuchen, den Zahn zu retten? Einerseits würde ich in meinem Alter (bin 19) den Zahn gern erhalten, zudem ich ja auch schon weiß, wie viele Folgebehandlungen im Falle einer Entfernug des Zahnes auf mich zukämen. Andererseits habe ich mit der Extraktion des anderen Zahnes eigentlich nur "gute Erfahrungen" gemacht.

    LG
    Lisa

  • #67

    Dr. Ulrich Schmitt (Mittwoch, 07 April 2021 22:17)

    #65
    Lieber Michael,
    eine dritte WSR macht dann Sinn, wenn bei den ersten beiden Behandlungen nur die Wurzel abgeschnitten worden ist. Das behebt nur selten das Problem. Wenn der Kanal bakteriell besiedelt ist und nicht dicht gefüllt ist, dann bringt es selten etwas nur die Wurzelspitze abzuschneiden.
    Durch eine sogenannte retrograde WSR sind die Erfolgsaussichten deutlich höher. Hierbei wird unter Mikrosokopkontrolle die Wurzelspitze leicht reduziert und unter vergrößerter Sicht die Wurzelfüllung an der Schnittfläche auf Undichtigkeiten untersucht und die Wurzel selbst auf Risse. Zusätzlich wird in der Regel mit Spezialinstrumenten der Kanal dann von hinten, also von der Wurzelspitze her gereinigt und gefüllt.
    Diese Behandlung ist Privatleistung und wird nur von speziell dafür ausgebildeten Endodontologen durchgeführt.
    Ein Eckzahn ist ein sehr wichtiger Zahn und hat in der Regel eine lange Wurzel. Lassen Sie sich bitte beraten, bevor sie ihn opfern. Ein versierter Kollege kann Ihnen sagen, ob es Aussicht auf Erfolg gibt.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #66

    Dr. Ulrich Schmitt (Mittwoch, 07 April 2021 22:03)

    #64
    Liebe Elisabeth,
    es tut mir sehr leid, dass bei Ihnen nach der Überkronung nach und nach einige Zähne Probleme bekommen. Leider kann ich dabei über diesen Weg nur begrenzt helfen. Prinzipiell ist es schon möglich Backenzähne zu resezieren. Wie ich hier schon oft geschrieben habe, würde ich an ihrer Stelle erst einmal kontrollieren lassen, ob nicht doch eine Revisionsbehandlung (Entfernung der alten Wurzelfüllung) das Richtige ist. Das geht auch durch eine bestehende Krone.
    Wenn ihr Zahnarzt selbt sagt, dass er nicht so ganz weiter weiß, dann lassen Sie sich von einem Zahnarzt beraten, der einen Schwerpunkt auf Endodontie mit Mikroskop hat, aber auch auf die Anfertigung von Zahnersatz, also Kronen und Brücken. Vielleicht muß in der Tat die ganze Arbeit noch einmal überdacht werden.
    Ich wünsche Ihen alles Gute hierfür.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #65

    Michael B. (Dienstag, 06 April 2021 13:11)

    Hallo,
    ich habe an einem Eckzahn bereits 2 WSR hinter mich gebracht. Jetzt ist das ganze wieder aufgeflammt. Macht eine dritte WSR überhaupt noch Sinn ? Die letzte WSR an diesem Zahn war im Oktober 2018. Gibt es langfristig überhaupt noch eine andere alternative als den Zahn zu entfernen und´gegebenenfalls mit einem Implantat zu ersetzen ?
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen
    Liebe Grüße
    Michael

  • #64

    Elisabeth H. (Samstag, 03 April 2021 07:12)

    Hallo!
    Ich hab im August 2020 alle Zähne überkronen lassen mit Zirkonkronen und Brücken (verblockte Kronen).
    Nach dem Einsetzen kam mir alles komisch vor aber ließ nach ein zwei Wochen nach.
    Nun ist es aber so dass eine Wurzel rausgeschnitten werden musste von 22 der WSR bekommen hatte davor und eine Wurzelbehandlung an 31 war notwendig und zusätzlich hat der wurzelbehandelte 16 jetzt eine Fistel.
    Dieser ist Teil einer Verblockung von 5 Zähnen wobei dieser direkt hinter eine Lücke (Brückenglied) steht.

    Angeblich kann man diesen Zahn nicht resezieren da der Zugang nicht möglich sei palatinal und daher nicht sinnvoll und Nähe zur Mundhöhle besteht. Ohne diesem Zahn funktioniert die 5er Verblockung jedoch nicht mehr und müsste komplett runter, 16 raus und dann 2 Implantate und neue Brücke.

    Gibt es generell bei Backenzähnen keine Möglichkeit diese zu resezieren ? Diese liegen ja immer im schlecht sichtbaren Bereich und mit schwerem Zugang aber ich glaube möglich müsste das doch sein.

    Mein Zahnarzt ist überfordert mit der Situation in seinen eigenen Worten und weiß nicht weiter außer eben alles runter und neu machen was aber mit erheblichen Kosten verbunden wäre, denn ich könne nicht beweisen dass die Situation vom Beschliff oder den Kronen kommt.

    Wobei es meiner Ansicht nach schon eigenartig ist dass die vorher unauffällig waren und man sie daher auch überkront hat und dachte das hält oder ansonsten hätte man diese nicht überkronen sollen wenn sie jederzeit kaputt hätten gehen können und man das wusste und dann die gesamte Konstruktion hinüber ist.....

    Lg Eli

  • #63

    Dr. Ulrich Schmitt (Dienstag, 23 März 2021 21:48)

    Hallo Frau / Herr Wysoki,
    leider kann ich das ohne genaue Kenntnis ihres Falls nicht beantworten. Wenn die Beschwerden nach 1,5 Wochen noch nicht komplett weg sind oder zwischendurch mal aufflammen, dann kann das erst einmal normal sein. Der Bereich um die Wurzelspitze kann nach dieser kurzen Zeit ja noch nicht ausgeheilt sein. Geben Sie bitte dem Behandler Bescheid und bitten ihn um eine Einschätzung.
    Ganz allgemein gesprochen ist von einem erfahrenenen Kollegen eine orthograde Revision trotz einer vorherigen WSR möglich.
    Natürlich sollte immer abgeschätzt werden, was bisher alles für den Zahn getan worden ist und ob die neuerlichen Maßnahmen eine Chance geben auf eine Zahnerhaltung. Beispielsweise ob eine weitere WSR (meist mit retrograder Füllung) sinnvoll ist, wenn die orthograde Revision gescheitert sein sollte.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute
    Ulrich Schmitt

  • #62

    M. Wysoki (Sonntag, 21 März 2021 17:21)

    Hallo,

    ich hatte 2 Wurzelbehandlungen und eine WSR an meinem Zahn. Danach waren die Schmerzen jedes mal noch schlimmer als vorher. Nun habe ich bei einem Endodontologen eine orthograde Revision durchführen lassen. Er sagte die Wurzelkanalfüllung war schon "weich wie Butter" und die Füllung war auch undicht. Er hat alles aus dem Zahn rausgeholt und jetzt ist ein Medikament drin seit 1,5 Wochen. Jetzt haben die Schmerzen am Zahn und die Empfindlichkeit am Kiefer wieder angefangen und ich bin langsam echt verzweifelt... Muss jetzt nochmal eine WSR gemacht werden, um das entzündete Gewebe wegzuschneiden oder sollte der Zahn raus? VG

  • #61

    Ulrich Schmitt (Sonntag, 14 März 2021 13:05)

    Hallo Frau Kartal ( ich hab mich jetzt mal entschieden, dass Sie weiblich sind :-)).
    Wenn das Röntgenbild digital ist, dann können Sie mir das gerne per Email an die Praxis schicken.
    Vorab schon einmal:
    wenn die Brücke aus rein optischen Gründen erneuert werden soll, dann ist dies rein privat zu bezahlen. Bei einer 20 Jahre alten Brücke mit schwarzem Rand könnte trotzdem ein medizinischer Grund zusätzlich vorliegen, dann wäre es wieder zuschußfähig durch die Krankenkasse.

    Der Zusammenhang zwischen einem beschwerdefreien Zahn, dem Wunsch die Brücke aus optischen Gründen zu erneuern und deswegen eine WSR zu machen erschließt sich mir aber auch schon ohne Ansicht es Röntgenbildes nicht.
    1. Wenn die Brücke erneuert wird und die Wurzelfüllung im Röntgenbild schlecht aussieht, dann muss man 2 Dinge beachten.
    Der Zahn sieht auch nach 2o Jahren im Knochen an der Wurzelspitze gut aus, dann kann man darüber diskutieren, ob die Wurzelbehandlung wirklich neu gemacht werden muss ( immerhin ist die Zeitbombe 20 jahre nicht hochgegangen und da kann es Gründe für geben). Die andere Variante ist aber eine Revisionsbehandlung zu machen, trotz Beschwerdefreiheit und gesundem Knochen. Für beides gibt es Argumente.
    2. Es gibt kein Argument dafür eine neue Brücke anzufertigen und trotzdem eine WSR zu machen. Das ist relativ sinnbefreit. Wenn man meint die Wurzelfüllung kann so nicht bleiben, dann kann man ja eine Revisionsbehandlung machen, da man die Brücke ja eh runternimmt. Und was soll die WSR da an einem symptomlosen Zahn ohne entzündliche Erscheinungen an der Wurzelspitze bewirken (mit ja auch verbundenen Risiken)?

    Also: Wenn die Brücke neu gemacht werden soll, dann:
    1. Revisionsbehandlung, wenn der Knochen an der Wurzelspitze ein Aufhellung zeigt ( ist trotz des Namen komischerweise eine DUNKLE Zone um die Wurzelspitze, eine entzündiche Veränderung, die auch ohne Beschwerden da sein kann). Optional eine Revisionsbehandlung, wenn die Wurzelspitze im Röntgenbild ohne Aufhellung ist, aber die Wurzelfüllung unvollständig ist.
    2. Nur der Vollständigkeit halber: WSR, wenn die Brücke bleiben soll (was in Ihrem Fall ja nicht so ist) und nur dann wenn eine Aufhellung zu sehen ist. Würde ich trotzdem nicht empfehlen, sondern dann die Revisionsbehandlung mit Brückenabnahme. Da ist meine Meinung aus den bisherigen Einträgen glaube ich bekannt :-)
    Falls noch Fragen offen geblieben sind, dürfen sie mir gerne das Bild schicken. Eine klinische Beurteilung, also die Kontrolle des Zahns ist aber ebenso wichtig.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #60

    Kani Kartal (Samstag, 13 März 2021 23:20)

    Hallo Herr Dr.,
    Ich werde meine 20 Jahre alte Brücke erneuern( Grund ist nur die Optik/ alt: Gold mit Keramik, schwarzer Rand sichtbar /Neu aus Zirkon).
    Keine Schmerzen keine Beschwerden.
    Mein Zahnarzt meinte das eine Wurzelbehandlung vorhanden ist bei einem der Brückenträgerzähne. Es wäre eine tickende Zeitbombe und die Krankenkasse würde eine neue Brücke auch nicht zustimmen und bezahlen.
    Ich habe diese Brücke seit 20 Jahren und bin schmerzfrei. Ich kann mich damit nicht anfreunden eine WSR zu machen und das Risiko einzugehen das es in die Hose gehen kann. Lieber gehe ich das Risiko ein bin nachwievor schmerzfrei.
    Gibt es eine Möglichkeit ihnen das Röntgenbild zukommen zu lassen was Sie davon halten ?
    Vielen Dank vorab für ihre Hilfe
    Würde mich freuen über eine Kontaktaufnahme
    kani.kartal@hotmail.de

  • #59

    Dr. Ulrich Schmitt (Samstag, 27 Februar 2021 21:37)

    Hallo Katrin,
    nein. Wenn der Zahn akut wurzelbehandelt werden musste und noch pocht, dann ist die Ursache im Wurzelkanal. Da ist noch lebendes, infiziertes Gewebe im Kanal, das nicht entfernt worden ist bzw. nicht entfernt werden konnte. Und das pocht. Eine Wurzelspitzenresektion ist in ihrem Fall ziemlich sicher noch nicht die richtige Maßnahme. Natürlich muß ich hier immer wieder sagen, dass es schwierig ist die Situation zu beurteilen, ohne den Zahn untersucht zu haben und ohne ein Röntgenbild zu haben. Aber so wie Sie es beschreiben, sollten Sie bitte eine(n) Endodontologin(en) aufsuchen. Diese haben ein Dentalmirkroskop und holen die alte Wurzelfüllung wieder raus, reinigen das komplette Wurzelkanalsystem und füllen dieses dreidimensional dicht. Diese Behandlung ist allerdings keine Kassenleistung. Wenn Sie mir eine Email an die Praxis schreiben, dann kann ich Ihnen evtl. jemanden empfehlen, je nach Wohnort. Gute Besserung und viele Grüße, Ulrich Schmitt

  • #58

    Katrin (Samstag, 27 Februar 2021)

    Hallo Herr Dr.Schmitt
    Ich hatte vor 3 Wochen eine Wurzelkanalbehandlung oben links. Der Backenzahn pocht aber immer noch vor sich hin. Das ist sehr unangenehm.
    Jetzt wurde mir eine WSR empfohlen weil die Bakterien angeblich von außen in die Wurzel gehen würden.Kann das sein.? Ich hab vor dieser Behandlung echt Angst und Panik.

  • #57

    Dr. Ulrich Schmitt (Montag, 15 Februar 2021 22:18)

    #54
    Hallo Frau / Herr Lauff F.
    Ihr Beitrag ist mir leider untergegangen. Ich hoffe, es geht Ihnen mittlerweile besser.
    Eine Schwellung, die sich erst eine Woche nach der Operation entwickelt, ist eher nicht normal. Ich denke, sie waren noch einmal zur Kontrolle da und Ihnen konnte geholfen werden.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #56

    Dr. Ulrich Schmitt (Montag, 15 Februar 2021 22:13)

    Hallo Frau Nayeli,
    Sie haben alles sehr gut zusammengefasst.
    Wenn Sie den Zahn erhalten haben möchten, dann sieht es so aus, als ob noch einmal jemand beurteilen müsste, ob er den Rest des frakturieren Instruments noch rausbekommt und dann das gesamte Wurzelkanalsystem reinigt und füllt. Dies scheint ein Fall für einen guten Endodontologen mit Mikroskop zu sein. Den Zahn offen zu lassen ist nicht die Alternative.
    Zweite etwas schlechtere Alternative ist den Zahn bis zum Instrument zu reinigen und zu füllen und das Instrument dann über eine Wurzelspitzenresektion zu entfernen. Auch das sollte ein versierter Kollege mit Mikroskop machen.
    Dritte Alternative scheint dann nur die Entfernung des Zahns zu sein. Das lässt sich von hier aber leider nicht beurteilen und hängt davon ab, was sie bereit sind noch auf sich zu nehmen. So wie sie das schon sagten.
    Ich wünsche Ihnen eine gute Entscheidung, vielleicht hiflt Ihnen dabei ein netter und guter Endodontologe.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #55

    Nayeli (Mittwoch, 10 Februar 2021 12:19)

    Hallo Dr. Ullrich Schmitt
    Bin sehr starke Allergikerin.
    Es sollte eine Wurzelbehandlung erfolgen. Mir wurde am Schluss gesagt alles OK.
    Hatte immer einen Metallgeschmack und dann kamen Ekzeme dazu Unterlippe und auch eine geschwollene Lippe und Schmerzen auch Aufbissschmerzen. Ging zu einem anderen Zahnarzt, verlangte ein 3D röntgen. da sah man eine lange abgebrochene Feile. Man überwies mich eine eine Uniklinkik um das Instrument zu entfernen. 2 Std. dauerte es fast. Nach Beendung, Röntgen, leider war an der gekrümmten Wurzel noch der Rest drin von der Feile. So ist noch ein Rest drin der nicht entfernt werden konnte. Professor sagte ist eine starke Feile die dürfte eigentlich nicht brechen und man hat sie mit Kraft reingedrückt. Man sagt auch es sei schlecht oder sogar gar nicht desinfiziert worden. da ich eine Infektion habe. Beim vorherigen Zahnarzt wurde auch kein Kofferdamm benutzt. So das Bakterien in meinen Körper gelangt sind. Auch an der Wurzel war schon Eiter der dann abgesaugt wurde und lange gespült und desinfiziert worden ist, auch dort gelangten über die Blutbahn Bakterien in mein Körper. Landete 2 mal im Notfall. Es ging mir sehr schlecht. Der Zahn ist jetzt offen und man sagte mir 2 Wochen warten ob die Schmerzen weggehen. Doch die 2 Wochen sind in wenigen Tagen rum und die Schmerzen sind immer noch nicht weg. Wenn schmerzen nicht weg Vorschlag, Zahnwurzelresektion. Eine Zahnwurzelresektion kommt für mich nicht in Frage auch meine Wundheilung ist sehr schlecht. Ich habe eine Grenze bis wohin ich eine Zahnbehandlung mache, zwingen kann mich ja niemand für eine OP Zahnwurzelresektion.
    Was ist die Alternative. Zahn ziehen oder was kann man da noch machen. Den viele Zahnärzte wollen ja denn Zahn erhalten. Aber mit Schmerzen kann man ja mich auch nicht Leben lassen! Bin IV Rentnerin.
    Lg. Nayeli aus der Schweiz.

  • #54

    Lauff F. (Montag, 01 Februar 2021 19:42)

    Hallo Herr Dr. Schmitt,

    ich hatte vor einer Woche eine WSR, jetzt wurden mir die Fäden gezogen, alles gut und schön, ABER jetzt hebt sich mein Zahnfleisch vom behandelten Zahn ab und ist sehr geschwollen. Kann das möglich sein und wieso? Was soll ich jetzt machen? Ich will diesen Zahn nicht verlieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Lauff F.

  • #53

    Dr. Ulrich Schmitt (Mittwoch, 09 Dezember 2020 21:24)

    #51
    Liebe Frau Maria R.,
    sie beschreiben ja einen unvollständig wurzelgefüllten Zahn. Leider gibt es bei der mikroskopischen Revisionsbehandlung am beherdeten Zahn keine Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung. Wenn Ihnen der Zahnerhalt wichtig ist, dann empfehle ich Ihnen dennoch die Revisionsbehandlung mit Mikroskop. Die Kosten werden dafür leider im 4-stelligen Bereich liegen, so wie sie es schon geschrieben haben.
    Die Behandlung ist nach dieser langen Zeit nur sehr zeitnah notwendig, wenn sie Beschwerden haben. Sie schreiben aber von einem Zufallsbefund, also suchen sie sich in Ruhe den richtigen Behandler aus. Das heißt aber nicht, dass es ohne Not auf die lange Bank geschoben werden sollte, da der Zahn als Herd zu sehen ist.
    Gerne können sie mir eine Email an die Praxis schreiben für eine Empfehlung.
    Viele Grüße, viel Erfolg und vielen Dank für das Kompliment zur Webseite,
    Ulrich Schmitt

  • #52

    Dr. Ulrich Schmitt (Mittwoch, 09 Dezember 2020 20:59)

    #50
    Hallo Barbara,
    ich möchte mich erst einmal für die späte Antwort entschuldigen. Manchmal erlaubt der Alltag keine direkte Antwort.
    Vor und direkt am Tag der Wurzelfüllung wird ein Röntgenbild gemacht. Ist bei Ihnen dann nach einer Woche bzw. nach wenigen Wochen eine erneute Röntgenaufnahme gemacht worden? Darüber kann man leider keine weitere diagnostische Aussage treffen. Wenn vor der Wurzelbehandlung eine dunkle Stelle um die Wurzelspitze zu sehen war, dann ist sie ganz sicher auch noch nach ein oder zwei Wochen da, in unveränderter Größe. Und bis sie ganz weg ist dauert es mehrere Monate, in der Regel 6-12 Monate.
    Wie geht es Ihnen denn jetzt? Ist die Druckempfindlichkeit besser geworden? Eine Wurzelspitzenresektion ist für mich ja in der Regel nie die erste Option.
    Natürlich schau ich auch gerne drauf. Rufen Sie einfach in der Praxis an und vereinbaren eine Beratungstermin und erwähnen dabei bitte worum es geht und dass wir schon Kontakt über den Blog hatten. Bitte lassen Sie uns vorher die Röntgenbilder der letzten 6 Monate zukommen bzw. bringen sie diese zum Termin mit.
    Viele Grüße
    Ulrich Schmitt

  • #51

    Dr. Maria R. (Mittwoch, 09 Dezember 2020 00:50)

    Lieber Herr Dr. Schmitt,
    Vielen Dank für Ihre wunderbare Webseite.
    ich hatte in den kommenden Tagen einen Termin zur WSR ( molar, Unterkiefer rechts), welcher wegen einer akuten Tendonverletzung am Fuß kurzfristig abgesagt werden musste.

    Vor ca. 20 J wurde bei mir eine unvollständige Wurzelkanalfüllung durchgeführt und ca. 10 J später eine Krone darauf aufgebaut. Als Zufallsbefund zeigte sich im Röntgenbild vom vor 2 J eine transparente Läsion an der Wurzelspitze ( DD Abszess, DD Zyste). Nach Vorstellung in einem Zahnzentrum wurde eine WSR durch einen Oralchirurg mit kompletter Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkasse ( außer mikroskopischer Behandlung) vorgeschlagen. Alternativ wurde ein Versuch mit Re- Endo ( Kosten 4-stellig, keine Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkasse) vorgeschlagen. Ich habe mich initial für eine Op entschieden, teilweise weil ich von einer raschen Heilung durch WSR ausgegangen war.
    Nach langem Recherchieren und Rücksprache mit den zahnärztlichen Freunden habe ich mich gegen eine Op und für eine Re- Endo entschieden. Könnten Sie bitte evtl. in Frankfurt / Offenbach/ Giessen, etc. mir Endodontologen empfehlen? Ist die Behandlung aus Ihrer Sicht zeitnah zwingend erforderlich? und gibt Chancen dass Teil der Behandlung durch die gesetzliche Krankenkasse übernommen wird?
    Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie Ihre Meinung dazu äußern könnten.

    Mit freundlichen Grüßen.

    Dr. Maria R.

  • #50

    Barbara (Montag, 30 November 2020 11:39)

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmitt,
    am 7. Oktober wurde am überkronten Zahn 1-4 eine Wurzelfüllung gemacht. Nach ca. einer Woche bemerkte ich eine druckempfindliche Stelle oberhalb des Zahns, nach Röntgenkontrolle zeigt sich eine kleine dunkle Stelle an der Wurzelspitze. Da diese Stelle vor Beginn der Wurzelbehandlung deutlich größer gewesen sein soll, geht er davon aus, dass sich die Entzündung noch zurückbildet. Ist das wirklich denkbar ? Wenn nicht, rät er zu einer WSR oder Extraktion des Zahnes, was für mich jedoch die letzten Optionen sind, weil ich den Zahn dringend für eine Brücke benötige, da der Zahn daneben schon fehlt. Da mich die ganze Situation sehr belastet , würde ich mich sehr über eine Einschätzung Ihrerseits freuen. Gibt es auch die Möglichkeit zu einem Beratungsgespräch in Ihrer Praxis ?

  • #49

    Dr. Ulrich Schmitt (Montag, 23 November 2020 21:42)

    #47
    Sehr geehrte Frau von Allmen,
    auch in ihrem Fall scheint eine Wurzelspitzenresektion vermeidbar.
    Ein Zahn der nicht komplett gereinigt und gefüllt worden ist, so wie sie das beschreiben, wird nicht sauberer und dichter, wenn man etwas davon abschneidet. Daher scheint in ihrem Fall die richtige Variante die Bakterienbeseitigung durch eine effiziente Reinigung während einer Revisionsbehandlung. Natürlich muss dafür die Krone durchbohrt werden, um den Zugang zu schaffen. Mir wäre aber bei meinem Zahn lieber, die Krone leidet, als meine Wurzelspitze. Das Ausmaß der Entzündung um die Wurzelspitze ist übrigens nicht so entscheidend. Bei einer größeren Entzündung dauert die Regeneration nur länger.
    Lassen sie sich von einem auf Endodontie spezialisierten Kollegen beraten.
    Viel Erfolg
    Ulrich Schmitt

  • #48

    Dr. Ulrich Schmitt (Montag, 23 November 2020 21:10)

    #46
    Hallo Dina,
    ich kann Ihnen ohne Röntgenbild und Untersuchung nicht sagen, ob es noch Hoffnung für den Zahn gibt. Aufgrund der Historie des Zahns kann ich Ihnen aber leider nicht viel Hoffnung geben.
    3 x Wurzelspitzenresektion ist schon sehr viel. Es ist ja bekannt, dass ich die meisten Resektionen für vermeidbar halte. Wenn schon eine Wurzelspitzenresektion nötig ist, dann hat man natürlich deulich bessere Chancen, wenn diese mikrochirurgisch unter Zuhilfenahme des Dentalmikroskops stattfindest (in der Regel mit retrograder Reinigung und Füllung, also von hinten, von der abgeschnittenen Wurzelspitze aus). Das wäre vermutlich die einzige Möglichkeit, dass sie sich einen Rat eines Kollegen einholen, der spezialisiert ist auf Wurzelspitzenresektionen mit Mikroskop und retrograder Füllung. Er kann dann beurteilen, ob es noch sinnhaft erscheint.
    Viele Erfolg

  • #47

    Manuela von Allmen (Sonntag, 22 November 2020 18:57)

    Guten Abend
    Ich muesste heute notfallmässig zum Zahnarzt, da sich ein riesiger Abszess gebildet hat bei einem Zahn ( Wurzelbehandelt und Krone) er hat den Abszess aufgeschniten und mir Antiniotika verschrieben. Zusätzlich hat er ein Röntgen gemacht. Da kam heraus, dass die drei Wurzelkanäle bereits gefüllt sind, jedoch nicht bis zuoberst. Dort sei alles entündet. Er empfehle mir eine Wurzelspitzenresektion, damit die Krone erhalten weden könne. Erachten Sie dies auch als sinnvoll in meinem Fall? Oder was wäre die Alternative?
    Besten Dank
    Manuela von Allmen

  • #46

    Dina (Dienstag, 17 November 2020 13:05)

    Sehr geehrte Herr Schmitt,
    Mir ist vor ca. 7 Jahren ein gutes Stück von einem Zahn oben links abgebrochen. Daraufhin hat mein ZA eine Wurzelbehandlung durchgeführt und den Zahn überkront. Da von meinem eigenen Zahn so wenig übrig war, musste ein Stift eingesetzt werden (das hatte ich Leider bei einem anderen ZA durchführen lassen, der den Stift zu hoch setze) daraufhin musste bei meinem ZA eine WSR gemacht werden. Ein Jahr lang hatte ich Ruhe, da meldete sich der Zahn wieder, also erneute WSR. Diesmal dachte ich, es hätte alles gut geklappt bis 3 Jahre später sich eine Fistel bildete. Mein ZA empfiehlt den Zahn ziehen zu lassen, da er für ihn nicht mehr erhaltungswürdig schien. Ich aber wollte dies nicht und bat um eine erneute WSR (also die 3) das war im Juni diesen Jahres. Und jetzt hat sich seit einer Woche Wieder eine Fistel gebildet, die extrem schmerzhaft ist und vor ein paar Tagen hatte ich auch eine dicke Wange. Mein ZA sagt, das einzige was man jetzt noch machen könnte ist den Zahn ziehen, da ja schon bereits
    3 mal eine WSR gemacht wurde. Können Sie mir sagen, ob es noch irgendeine Hoffnung gibt den Zahn zu erhalten oder kommt in diesem Fall nur noch Zahn ziehen in Frage.

    Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen.

    Herzlichen Dank und viele Grüße
    Dina

  • #45

    Bahar Kücükoglu (Sonntag, 15 November 2020 17:46)

    hallo ich habe vor ein paar tagen diese wurzelspitzenresektion bekommen ich habe jetzt eine ganz arg dicke backe und ich habe noch so ein plastig prothese. wie lang muss ich das noch drauf lassen

  • #44

    Dr. Ulrich Schmitt (Dienstag, 10 November 2020 22:02)

    Sehr geehrte Frau Andreatta,
    nach der Diagnose dunkler Fleck an der Wurzelspitze (im Fanchjargon: apikale Aufhellung) ist es nicht generell sinnvoll 6 Monate zu warten. Wichtig ist die Historie des Zahns zu kennen. Wann ist also die Wurzelbehandlung erfolgt, wieviel Zeit ist seitdem vergangen und wie sah die vergleichbare Stelle zum Zeitpunkt der Wurzelbehandlung im Röntgenbild aus.
    Wenn ihre Wurzelbehandlung also schon länger zurückliegt, dann braucht man nicht mehr zu warten, bzw. sollte man nicht mehr warten. Zur endgültigen Beurteilung braucht man aber das Vergleichsröngenbild zum Zeitpunkt der Wurzelbehandlung. Warum? Weil ein Zahn der zum Zeitpunkt einer Wurzelbehandung einen sehr große dunklen Fleck hatte auch nach 6 Monaten noch einen kleineren dunklen Fleck haben kann. Dann ist die Regeneration einfach noch nicht abgeschlossen, Heilung aber trotzdem wahrscheinlich. Dann würde es Sinn machen noch zu warten.
    Ich empfehle Ihnen natürlich keine Wurzelspitzenresektion. Lassen sie die Bilder von einem Endodontologen überprüfen. Die Revisionsbehandlung hat in der Regel eine Erfolgsprognose von ca. 80%. Das heißt, durch die Behandlung verschwindet der dunkle Fleck und der Knochen regeneriert sich (die Entzündung ist dann geheilt). Falls keine Ausheilung erfolgt, dann gibt es immer noch die Möglichkeit der Wurzelspitzenresektion, aber in der Regel erst dann. Und wenn dann unbedingt nötig, empfehle ich auf jeden Fall auch die mikroskopgestützte Wurzelspitzenresektion bei der man nicht einfach nur die Wurzelspitze abschneidet, sondern sich die Fläche an der abgeschnittenen Wurzelspitze unter Mikrokop anschaut und den Kanal von hinten reinigt und füllt.
    Ich hoffe, es war zu verstehen und nicht zu fachlich. Sonst können Sie gerne noch einmal nachfragen.
    Viele Erfolg
    Ulrich Schmitt

  • #43

    Alessandra Andreatta (Sonntag, 01 November 2020 07:25)

    Sehr geehrter Herr Dr. Schmitt, ich komme auf Ihre Antwort #41 zurück. Bei mir wurde an einem Zahn, der bereits mit einer Wurzelkanalbehandlung versehen worden ist, ebenfalls über eine Röntgenaufnahme, ein dunkler Fleck an der Wurzelspitze entdeckt. Mein Zahnarzt schlägt mir eine Wurzelspitzenresektion vor. Wenn ich Sie nun richtig verstanden habe, ist es wohl eher ratsam erst noch einen Zeitraum von ca. 6 Monaten abzuwarten um dann eine erneute Röntgenaufnahme zu machen. Wenn das Ergebnis unverändert ist, Raten Sie zunächst zu einer Revisionsbehandlung. Wie hoch liegen denn die Chancen, das diese Entzündung (dunkler Fleck) an der Wurzelspitze wieder verschwindet? Ist die Revisionsbehandlung auch in diesem Fall anzuraten? Ich bin Typ 1 Diabetikerin und mir ist bewusst, dass Entzündungen deshalb öfter auftreten können. Ich habe aber auch große Sorge, dass nach dem Eingriff Komplikationen in Bezug der Wundheilung auftreten können. Ich bin unschlüssig was ich tun soll. Nichts tun und abwarten? Besten Dank für Ihre Meinung.
    Schöne Grüße
    Alessandra Andreatta

  • #42

    Dr. Ulrich Schmitt (Samstag, 31 Oktober 2020 23:07)

    Sehr geehrter Herr N.,
    das hört sich schon eher danach an, dass die Krone etwas gelockert ist und dies kontrolliert werden sollte.
    Das unangenehme Gefühl bei der Ultraschallbehandlung muss nicht unbedingt beunruhigend sein. Natürlich sollte der Zahn über ein Röntgenbild und über eine Sondierung der Zahnfleischtaschen konntrolliert werden. Damit kann geklärt werden, ob der Zahn eine Entzündung oder eine Fraktur in der Wurzel hat. Das könnte dann ein Mißempfinden oder Schmerz erklären. Viele Grüße, Ulrich Schmitt

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